PC Spiele

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Wer an Spielekonsolen denkt, dem kommt vielleicht erst in zweiter Konsequenz der Computer in den Sinn. Dies ist eigentlich insofern verwunderlich, als dass die Personal Computer vom Schlage Atari, Commodore und Amiga einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung von elektronischen Spielautomaten für die heimischen Gefilde für sich verbuchen können. Doch wir sehen den Computer immer noch gern als sachliches Bürogerät (zum Glück ist hell mousegray nicht mehr die alleinige Gehäusefarbe) mit dem Anschluß zur großen weiten Welt. Dagegen konnten sich die Spielekonsolen der 7. Generation in Sachen Design und Technik den Weg ins Wohnzimmer bahnen.

Der Weg in das multimediale Zeitalter lässt zusehends mehr erkennen, wie ähnlich sich die unterschiedlichen Unterhaltungsgeräte technisch geworden sind und wie gut sich deren Funktionen miteinander verknüpfen lassen. Spielekonsolen können heute ebenso als Musik-, Film- und Foto-Vorführgerät fungieren wie der PC und sind mittlerweile auch world wide web fähig.

Als Spielekonsole verwendet kann der Heimcomputer heute auf einige Vorteile verweisen. Aufgrund des hohen Grades an Kompatibilität unter PCs ist das Angebot an Spielen deutlich vielfältiger. Dazu trägt auch das im Vergleich zu den Spielekonsolen bessere Equipment bei. Wer sich heute einen neuen Computer kauft erhält ein Gerät, das den meisten PC-Games technisch weit voraus ist. Ein weiterer Vorteil des Computers ist die Option der schrittweisen Aufrüstung. Damit kann er noch viele Jahre als Spielgerät und zuletzt noch als Schreibmaschine dienen.

Das schwarze Auge: Drakensang
von dtp entertainment

World of WarCraft
von Blizzard

Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II
von EA GAMES

World of Warcraft: The Burning Crusade Add-On
von Blizzard

Die Sims 2 Deluxe
von EA GAMES

Counter-Strike: Source
von Vivendi

Need for Speed – Most Wanted
von EA GAMES

Call of Duty 4 Modern Warfare
von ACTIVISION

Scrabble
von

Puzzle
von Koch Media

Allgemeines

Gleichermaßen die Spieleentwickler wie auch die Spieler selbst erfreut das technische Know-how moderner Computer. Sie sind extrem schnell und können damit sehr hohe Rechenleistungen in kürzester Zeit vollbringen, was sich bei aufwändigen Spielen deutlich auf die Bewegungsfähigkeit des Helden und die möglichst realistische Darstellung der Spielumgebung auswirkt. PCs verfügen prinzipbedingt seit über 25 Jahren fast ausnahmslos über eine Festplatte. Heute sind diese integrierten Datenspeicher derart groß und schnell, dass sie sich bestens eignen, um – auch umfangreiche – Spiele zu speichern. Damit verkürzen sich nicht nur die Ladezeiten vor dem Spiel, sondern auch während des Spiels. Nicht nur die Festplatte steht dabei den Spieleentwicklern als Plattform zur Verfügung, sondern auch ein vorinstalliertes Betriebssystem und diverse andere Softwareprogramme, die der Wiedergabe von Bild und Ton dienen. Während sich die sonstigen Spielekonsolen nach wie vor mit der etwas veralteten Technik des Röhrenfernsehers auseinandersetzen müssen, können Computer bereits seit vielen Jahren auf die leistungsfähigeren LCD-Bildschirme zurückgreifen.

Aufgrund der vorhandenen Betriebssysteme und der standardisierten Bedienelemente stehen den Spieleentwicklern diverse Steuerungsmöglichkeiten über Mouse (Cursor mit 2 Tasten, vergleichbar mit Laserpointer) oder Tastatur (Cursor- oder Pfeiltasten, numerischer Block, F-Tasten von 1 bis 12, das ganze Alphabet und einige weitere Tasten oder Tastenkombinationen) zur Verfügung, ohne dass dem Anwender eines Spiels der Kauf teurer Zusatzgeräte aufgezwungen wird.

Wer sich ein solches Bürocentrum heute kauft, kann in einem halben Jahr die Grafikkarte gegen eine schnellere austauschen, in einem Jahr den RAM-Speicher verbessern usw. Auf diesem Wege bleibt ein Computer in etwa noch 2 Jahren relativ taufrisch. Wurden die Verbesserungen eingebaut, so kann er sogar noch 2 weitere Jahre mitschwimmen, bevor er dann den Stand der Technik nicht mehr erreicht, aber eingeschränkt noch viele Jahre Freude bereiten kann. Die Halbwertzeit von Computern ist also etwas höher als die der Spielekonsolen.

Technische Daten

Logischerweise gibt es für die riesige Anzahl an Desktop-PCs und Notebooks, die in den Verkaufsräumen der Händler ungeduldig auf ihre neuen Besitzer warten, keine allgemein gültigen technischen Daten. Darüber hinaus verbessern sich die Standards ständig. Was heute als Einsteiger-PC gilt, war vor 2 Jahren noch ein Topgerät.

Um heute auf einem technischen Stand zu sein, der die meisten Spiele ermöglicht, wird bereits ein Duo Core Prozessor mit mindestens 2 GHz benötigt, der Arbeitsspeicher sollten 1 GB betragen, des Weiteren wird eine 512 MB Grafikkarte notwendig und die Software Direct X9.0c. Vor allen anderen Genres benötigen Action- und Rollenspiele diese Konfiguration. Jedoch stehen dem Anwender, der sich mit einem einfachen 2,6 GHz Prozessor, 512 MB Arbeitsspeicher und einer 256 MB 3D-Grafikkarte zufrieden geben muss, kaum weniger Computerspiele offen.

Wer sich PC-Games kauft, sollte unbedingt auf die sogenanten Systemanforderungen achten. Sie sind in der Regel auf der äußersten Verpackung und auf der DVD- bzw. CD-Hülle zu finden und geben Auskunft über die notwendigen Prozessordaten, den Arbeitsspeicher, die Grafik- und Soundkarte, das mögliche Betriebssystem und zusätzliche Softwarevorgaben.

Ausstattung / Zubehör

Für die High-Ender des PC-Spiels ist natürlich die zusätzliche Bedienkonsole Pflicht, die dann während des Spiels Mouse und Tastatur in den vorübergehenden Ruhestand versetzen. Manche Spiele, vor allem Simulationen und Rennspiele lassen sich eben erst mit einem Joystick oder besser noch mit einem Lenkrad umsetzen, das auch über einen Schubregler verfügt.

Spiele

Für Computerspieler hält der Markt unzählige Spiele bereit. Dazu gehören nicht nur aktuelle Action-, Sport- und Rennspiele. Mehr als bei den Konsolen sind bei den PC-Gamern Aufbauspiele, Simulationen und Rollenspiele beliebt. Nicht zu vergessen sind darüber hinaus die vielen Spiele aus der Vergangenheit, die mit fast absoluter Sicherheit irgendwann auch für jedes noch so neue Betriebssystem wieder aufgelegt werden. Imposant erscheint dann oft das Verhältnis der möglichen Datenspeicherung. Die PC-User-Senioren kennen noch die aufwändige Prozedur, wenn man auf einem Amiga 500 (1 Diskettenlaufwerk, 0 Festplatte) ein Spiel laden wollte, das die vorherige Installation von Becker Text II benötigte. Diese Software fungierte dann als Betriebssystem und brauchte rund 6 Minuten zur Installation. Während dessen mussten die zwei Disketten ständig gewechselt werden. Erst danach konnte das eigentliche Spiel geladen werden, welches heute locker auf einer DVD neben über 1000 anderen Spielen Platz findet.

Als aktuelle Neuerscheinungen auf dem Markt der PC-Games sind zum Beispiel „Fifa 08“, „Starcraft 2“, „Die Siedler – Aufstieg eines Königreiches“ und „Hellgate London“ zu nennen. Große Popularität erfahren die Abenteuer von „Tomb Raider (Lara Croft)“, „Tom Clancy“ und den „Sims“ sowie die Adaptionen von „Herr der Ringe“ und zahlreichen Sportevents.

Fazit

Der Heimcomputer hat sich zu einer ganz eigenen Gattung von Spielekonsolen entwickelt. Leistungsmäßig ist er in vielen Dingen den klassischen Konsolen voraus. Neue Spiele begründen den „Tempo-bedarf“ privater Anwender. Und solange ein anderes Familienmitglied nicht gerade ein 48-teiliges Teeservice einzeln über Tage verstreut im Internet ersteigert, bietet er jede Menge Spaß mit einer schier unübersehbaren Vielfalt an Spielen aller Genres.