PC

PC Spiele
Einen Computer als Spielekonsole zu bezeichnen, erscheint immer noch vielen privaten Usern ungewohnt. Dabei ist den Personal Computern sicher eine ebenso große Bedeutung in der Geschichte der Konsolenspiele zuzuordnen, wie den Konsolen. Dem PC kommt dabei eine besondere Marktsituation zugute: Computer dienen nicht allein der Unterhaltung, sie sind auch Arbeitsgerät und steuern täglich millionenfach die Geschicke unzähliger Firmen. Für PC Spiele-Hersteller heißt das im Klartext: Hier bietet sich seit Jahrzehnten eine Werbeplattform, die durch den Siegeszug des World Wide Web für Jedermann noch mal erheblichen Aufschwung erfahren hat.
Die unzähligen PCs mit Spielen zu beliefern, ist nicht nur ein hart umkämpftes Geschäft, sondern immer auch eine technische Herausforderung. Die Spieleentwickler haben diese Herausforderung angenommen. Spiele fördern - neben anspruchsvollen Betriebssystemen und professioneller Bild- und Videobearbeitung sowie Datendienstleistung - das allgemeine Wettrüsten in der Computerbranche. Der technische Bedarf an einen gewöhnlich zu Hause oder am Arbeitsplatz genutzten PC liegt meist weit hinter den Ansprüchen der Gamern.
Die Aufgaben für die Spieleentwickler ergeben sich dabei in vielfältiger Hinsicht. Angesagte Spiele fordern die Verbreitung sowohl auf Konsolen als auch auf Computern. Dabei sind die technischen Voraussetzungen zum Teil sehr unterschiedlich. Desgleichen gilt für die Möglichkeiten der Umsetzung. Konsolen werden prinzipbedingt für mehrere Jahre konstruiert. Computer dagegen erfahren ständig Veränderungen, die sich oft auch für den Laien recht leicht nachrüsten lassen. Dies wird etwa deutlich an den Grafikkarten. Ihre Leistung trägt wesentlichen Anteil an der für Spiele wichtigen Fähigkeiten. Dazu gehört nicht nur die Möglichkeit der grafischen Darstellung, sondern auch die Geschwindigkeit des kompletten PC-Systems. Wird ein handelsüblicher Durchschnitts-PC mit Grafik onboard gekauft, so ist es ein Leichtes, die grafischen Qualitäten mittels einer zusätzlichen Grafikkarte deutlich zu verbessern. Derartige Möglichkeiten bieten Konsolen weder dem Kunden noch den Spieleentwicklern. Verbesserungen lassen sich meist nur durch - teure - Zusatzgeräte in die laufende Produktion integrieren.
Auf der anderen Seite bedeuten die Expansionsmöglichkeiten bei Computern de facto, dass sich mittlerweile eine unendliche Zahl an Variationen von Computern in Kundenhand befinden. Spiele müssen darauf vorbereitet sein, um dem Gamer die Enttäuschung zu ersparen, dass er ein gekauftes PC-Spiel trotz der nominell richtigen Ausstattung seines PCs nicht spielen kann. Die Vielfalt an Variationen ergibt sich nicht nur auf der Hardwareseite. Mittlerweile laufen auch immer mehr unterschiedliche Betriebssysteme zeitgleich auf dem Markt, weil zum Beispiel viele Kunden nicht umsteigen, sondern vielleicht auf die übernächste Generation warten oder updaten.
Ein weiteres Moment erschwert die richtige Auswahl bei Spielen, PC Zubehör und PC Spiele Zubehör: Durch die rasante Entwicklung sind die Marktzeiten vor allem bei Peripheriegeräten sehr kurz. Eine 250 GB große externe Festplatte ist heute aktuell und wird morgen schon zu günstigen Preisen angeboten. In deutlich längeren Zeiträumen wechseln die Generationen, die dann dazu führen, dass ein aktuelles Zubehör nicht mehr auf dem alten Rechner installiert werden kann. Der Begriff up to date beim Computer Equipment ist lange nicht mehr eindeutig zu definieren.
Die schon angesprochenen Grafikkarten sind ein wesentliches Leistungsmerkmal bei der realistischen Darstellung von Spielewelten. Aktuell ist in etwa eine 3D-Grafikkarte mit 256 bis 768 MB Speicher als Durchschnitt zu bezeichnen, wenn es um die Spielfähigkeit geht. Je aufwändiger das PC-Spiel, desto hochwertiger sollte die Grafik auflösen, sonst führen ständiges Verziehen von Bildelementen oder eine pixelige Darstellung zu Ungenauigkeiten. Das nervt und vertreibt den Spaß am Spiel. Bei den Hauptprozessoren ist derzeit für die meisten Spiele noch kein Dual- oder gar Quadcore-Kern notwendig; allerdings setzen sich diese Systeme derzeit generell auf dem Markt durch. Dabei arbeiten mehrere Prozessoren auf dem Motherboard gleichzeitig und parallel. Sie teilen sich die Aufgaben und erreichen dadurch höhere Geschwindigkeiten. Ein höheres Leistungstempo heißt wiederum, umfangreichere Rechenoperationen können schneller und ohne Störungen oder Verzögerungen ausgeführt werden. Wer möchte schon bei einem mittelalterlichen Bogenschützenwettkampf erleben, wie der abgeschossene Pfeil ruckartig durchs Bild schlittert.
Zur Gesamtgeschwindigkeit und -leistungsfähigkeit eines PCs - auch Benchmark genannt - tragen aber auch zahlreiche andere Faktoren bei, wie etwa die Qualität der CPUs oder die Größe des Arbeitsspeichers. Im Großen und Ganzen sollten die PC-Bauteile auch nach einer erfolgten Aufrüstung in Sachen Leistung und Tempo miteinander harmonieren. Du kannst Dir das in etwa wie bei einer Radtour mit einer Gruppe vorstellen: Es macht wenig Sinn bei den schnelleren Fahrern die Räder durch bessere zu ersetzen, wenn der Langsamste den ganzen Trupp weiterhin aufhält. Genauso kann eine überdimensionierte Festplatte das Tempo eines PCs letztendlich verringern. Manchmal können auch Effekte auftreten, an die auch die Spielehersteller nicht dachten bzw. nicht denken konnten. Beispiel: Bei einem PC-Spiel von CD steht die Überlegung an, das Spiel schneller zu gestalten, indem ein schnelleres Laufwerk installiert wird. Es kann sein, dass der Erfolg negativ ist, weil nun das Laufwerk schneller ist, als das Spiel. Während bei dem langsameren Laufwerk die Daten permanent geladen werden, brauchte das schnellere Laufwerk weniger Zeit beim Laden, bremst dann ab und lässt das Spiel beim nächsten Ladevorgang kurz stocken, um das Laufwerk wieder anzufahren. Dieses Beispiel belegt die Notwendigkeit, einen Computer harmonisch aufzurüsten.
Die Bedienung von PC Spielen am Computer wird von den meisten Usern über die Maus und / oder Tastatur bevorzugt. Begeisterte Gamer haben jedoch den Komfort und Spielespaß von Joysticks, Gamepads und aufwändigen Controllern wie Lenkräder längst erkannt. Bei Geschicklichkeitsspielen etwa merkst Du schnell, dass die Präzision und Geschwindigkeit einer handelsüblichen Maus nicht ausreicht. Gute Gamermäuse können zum Beispiel in Reaktionszeit, Empfindlichkeit und Geschwindigkeit eingestellt werden. Steigst Du von der normalen Maus auf eine spezielle Gamermaus um, ist häufig viel Üben angesagt. Gleiches gilt für Tastatur & Tastatur-Sets, die extra auf die Bedürfnisse des Gamers ausgerichtet sind. Ein Lenkrad ermöglicht eine realistischere Darstellung von Autorennen. Das PC Spiele Zubehör ist mittlerweile vielfältig geworden. Es sollte für jeden ambitionierten Gamer etwas dabei sein.
Man muss sich nicht automatisch zu den ambitionierten Gamern zählen, um seine Spiele immer öfter aus dem Internet zu holen. Dabei bietet sich nicht nur das Downloaden an, kleine wie aufwändige Spiele lassen sich direkt im Netz allein oder mit und gegen andere User spielen. Online Spiele gibt in allen Genren und immer mehr sind kostenlos. Viele Spieleportale offerieren eine kostenfreie Nutzung, die mit Werbung finanziert wird, und eine kostenpflichtige Mitgliedschaft, die häufig erweiterte Versionen bietet.