Nintendo
Nintendo
Der Markt der Spielekonsolen wird im Wesentlichen unter drei Herstellern aufgeteit: Microsoft, Sony und Nintendo. Dem Letzteren gebührt die Ehre der längsten Tradition, die sich auch in der landläufigen Ausdrucksweise wiedergefunden hat: Die Bezeichnung Konsole wurde in den 80er und 90er Jahren des 20. Jh. oft durch Nintendo ersetzt - in der kindlich weichen Ausprache auch gern mal als Nindendo zu hören. Nintendo-Spielen war eine weit verbreitete Freizeitbeschäftigung. Dieser Bekanntheitsgrad ist nicht allein auf die Nintendo Konsolen selbst zurückzuführen, sondern auch auf die zahlreichen Nintendo Spiele Serien, allen voran Mario. Mit Sony - Playstation 1, 1994 - und Microsoft - XBox, 2001 - sind zwei harte Gegner in den Ring der
Partyspiele gestiegen, die nicht nur Konkurrenten, sondern auch Promoter dieser mittlerweile multimedialen Freizeitbeschäftigung im heimischen Kinderzimmer wie auch der guten Stube wurden.
Die alteingesessenen Entwickler reagierten auf die zweite Playstation mit dem Nintendo Gamecube und waren damit der Sony Konsole um eine Generation voraus. Die im Herbst 2001 eingeführte stationäre Spielekonsole bedeutete Nintendos Einstieg ins moderne Zeitalter der Multimedia-Center auf Basis einer Konsole. Der Name Cube ist Programm; die würfelförmige Konsole im seltenen Schwarz oder bekannten Lila glänzt mit kompakten Abmessungen - 15 x 11 x 16 cm bei externem Netzteil. Obwohl mit einem DVD-Laufwerk ausgestattet, verzichtete Nintendo auf den multimedialen Alleskönner und konzentrierte sich auf das Wesentliche einer Spielekonsole: Spielen. Das DVD-Laufwerk ist daher auch nur für die 8 cm großen Mini-DVDs geeignet.
Die Auslagerung des Netzteils ermöglichte nicht nur die kleineren Abmessungen; die Wärmeentwicklung ist geringer, der Lüfter kann kleiner ausfallen und damit ist der Gamecube deutlich leiser als die Konkurrenzmodelle. Nintendo verbaute den IBM-Prozessor Gekko mit einer Taktfrequenz von 485 MHz; im Level-Cache 1 stehen 32 KB Befehlsspeicher sowie 32 KB Datenspeicher, im Level-Cache 2 256 KB zur Verfügung. Der Arbeitsspeicher reicht für 40 MB. Der Flipper-Grafik-Chip arbeitet mit einer Taktfrequenz von 162 MHz.
Die Ausstattungsmerkmale kennzeichnen die Konsole als hochmodernes Gerät. Dazu sind zum Beispiel ein analoger sowie digitaler Multi AV-Port zu nennen. Leistung und Ausstattung kennzeichnen die Qualität einer Konsole, wie Du als Gamer sie beim Einsatz der Nintendo Gamecube Spiele erlebst. Ein interessantes Highlight in der Nintendo Gamecube Zubehör Liste stellt der auf die Konsole aufsetzbare LCD-Monitor dar. Im Vergleich zur Playstation mag der Gamecube etwas spartanisch wirken. Er überzeugt aber mit sehr guter Bildqualität und äußerst schnellen Zugriffszeiten. Auch das Aliasing ist deutlich geringer. Mit dem Gamecube gelang es Nintendo in Sachen spielerische Qualitäten auf die Konkurrenten aufzuschließen.
Doch das multimediale Zeitalter war endgültig angebrochen. Erst 2006 konterte Nintendo mit dem Kracher Wii. Der Name soll an Wir bzw. englisch We erinnern und ist Programm. Mit dieser Konsole zeigen die japanischen Entwickler einmal mehr ihre kreativen Fähigkeiten. Es gelang ihnen, eine Konsole zu konstruieren, die Geschlechter und Generationen übergreifend den Markt eroberte. Das technische Highlight ist zweifelsohne die Wii-Remote. Der Controller in Form einer Fernbedienung überträgt nicht nur die Steuerung der Befehlstasten, sondern auch die Bewegungen des Handgeräts selbst auf das Spiel am Monitor. Ein eingebauter Lautsprecher ermöglicht in Zusammenarbeit mit den Boxen am und im Fernseher Soundeffekte, die etwa die Flugbahn eines auf den Bildschirm gezielten Pfeils realistisch nachahmt. Bei Verwendung der Wii-Remote und der Nunchuck-Remote können zum Beispiel äußerst realistische Operationen durchgeführt werden. Dabei wird mit beiden Händen gearbeitet.
Kommunikationspartner für die Controller ist dabei eine Sensorleiste, die über oder unter dem Bildschirm angebracht wird und die Bewegungen und Bedienungen aufnimmt. Beispielsweise lässt sich so das Schwingen und Abschlagen mit einem Golfschläger imitieren. Im Gegensatz zur Konkurrenz verzichtet Nintendo bei der Wii auf die Wiedergabemöglichkeit von Spielfilmen. Der Hersteller unterstreicht damit die Konzeption als Spielgerät. Die multimedialen Fähigkeiten zeigen sich in der Verbindung zum Internet. Über den permanenten Zugang WiiConnect24 wird eine eigene Benutzeroberfläche mit zahlreichen Diensten zur Verfügung gestellt. Dies ist nicht nur auf den Bereich Wii Games konzentriert. Es stehen unter anderem auch Wii-Shop-Kanal, Wetter- und Nachrichtenkanal sowie Meinungskanal zur Verfügung.
Wii Konsolen gehören zur siebten Generation der stationären Konsolen. Technisch griff Nintendo auf Computerkomponenten zurück und verbaute den IBM Prozessor Broadway mit 729 MHz Taktfrequenz. Auf der Speicherseite finden sich der Hauptspeicher mit 88 MB, wovon 24 MB intern genutzt werden, der 3 MB GBU Texturspeicher sowie ein 512 MB großer Flashspeicher, der mittels SD-Cards aufgerüstet werden kann. Die Grafik übernimmt ein ATI-Prozessor des Typs Hollywood mit 243 MHz. Das DVD-Laufwerk ist auch abwärtskompatibel für die Mini-DVDs des GameCubes. Der Sound erfüllt auch den Dolby Pro Logic 2 Standard. Anschlussseitig bietet die
Nintendo Wii unter anderem zwei USB High-Speed Verbindungen sowie vier Multi-AV-Ports und SD-Karten-Einschub. Für die treue Nintendo-Kundschaft sind die vier GameCube-Controller- und zwei CameCube-Speicherkarten-Anschlüsse gedacht. Das WII ZUBEHÖR Programm wird stetig erweitert und beinhaltet zum Beispiel ein Schwert, einen Golfschläger und den Lightgun-Aufsatz. Dieser ist für die Aufnahme von Remote und Nunchuck konzipiert und präsentiert sich dann als Gewehr-Controller.
Die
Wii Spiele zeigen zum einen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der kreativen Steuerung und zum anderen das breit gefächerte Publikum. Denn im Gegensatz zu anderen Konsolen lassen sich bei der Wii kaum besonders favorisierte Spielegenres ausmachen. In einer Top-Ten-Liste von Ende 2007 etwa fanden sich je zwei Action- und Geschicklichkeitsspiele, sowie je ein Fußball-, Musik-, Sport-, Denk- und Abenteuerspiel und eine Simulation. Dazu trägt natürlich auch Super Mario bei, der sich in vielfältigen Variationen und Genres zeigt. Die Möglichkeiten der kreativen und genialen Bedienung der Wii sind aus der Sicht der Spielehersteller sicher noch lange nicht ausgereizt. Wie das Beispiel mit dem Gewehrcontroller zeigt, bei dem Remote und Nunchuck zu einer Einheit verschmelzen, lassen sich sicher noch zahlreiche andere Controllerformen entwickeln.
Die Wii weist somit eindeutig in die Zukunft und stellt einen interessanten und ausgereiften wie praxisnahen Schritt in Richtung Cyberspace dar. Handschuhe und Helm, die als Bindeglied zum Computer fungieren, werden zwar bereits seit Jahren erprobt, sind für den breiten Spielemarkt aber noch nicht ausgereift genug - abgesehen von den unakzeptablen Preisen.
Ausgereift und preiswert präsentiert sich dagegen die mobile Spielekonsole Nintendo DS. Sie als Nachfolgerin des Gameboys zu bezeichnen wäre nicht fair. Die DS zeigt sich wie auch die Wii als kreatives Meisterstück der japanischen Entwickler. Sie verfügt nicht nur über den für Handheld-Konsolen üblichen kleinen Spiele-Monitor, sondern auch über einen Steuerungsmonitor, der in Touch-Screen-Bauweise konzipiert ist. Damit lassen sich eine Reihe neuartiger Spielmodi realisieren. Die Bildausgabe kann auch an einem Fernseher erfolgen. Das kleine aufklappbare Gerät ist mit einem Mikrofon und winzigen Lautsprechern ausgestattet. Über das Mikrofon ist auch eine Sprachsteuerung möglich. Als Angehörige der 5. Konsolen-Generation beinhaltet die Nintendo DS einen Hauptprozessor vom Typ ARM946E-S mit 67 MHz Taktfrequenz, der von einem Subprozessor - 33 MHz, Modell ARM7TDMI - unterstützt wird. Der Arbeitsspeicher bietet 4 MiB. Mit dem 656 KiB großen VRAM lassen sich auf beiden 61 x 46 mm großen Monitoren 256 x 192 Bildpunkte sowie 262.144 Farben darstellen.
Nintendo DS Spiele nutzen die neuen Fähigkeiten der Steuerung. Der Touchscreen wird mittels beigefügtem Stift - Stylus - bedient, um etwa die zahllosen Aufgaben beim Gehirnjogging zu lösen. Zum Nintendo DS Zubehör gehört unbedingt ein zweiter Akku. Denn der Freizeitbeschäftigung sind kaum Grenzen gesetzt. Das kleine Handheld-Gerät bietet umfangreiche Möglichkeiten, unangenehme Wartezeiten wie beim Zahnarzt oder in der Straßenbahn sinnvoll und kreativ zu nutzen. Die Konsole ist zum Beispiel auch internetfähig. Zu zweit in der Straßenbahn kann man so mit- oder gegeneinander spielen, auch wenn die Gamer keine Sitzplätze nebeneinander ergattern konnten. Die Reichweite liegt bei 30m. Nutzt Du den Internetzugang, so stehen Dir als Spielepartner Gegner in der ganzen Welt zur Verfügung. Damit ist es kein Problem, ein echtes Weltturnier auszutragen.
Als wenn das kleine Gerät nicht schon kompakt genug wäre, legten die Japaner mit der
Nintendo DS Lite noch einmal nach. Die Abmessungen sind insgesamt 30 % kleiner. Auch in Sachen Nintendo DS Lite Zubehör ist die Entwicklung unaufhaltsam, wie etwa der Rütteleffekt Rumble Pak oder der MP3-Player zeigen.
Nintendo DS Lite Spiele sind wie gehabt vielfältig; weder Mario noch Donkey Kong fehlen. Nintendogs wollen fortlaufend gepflegt und gehegt werden.