Kategorie: Naturspiele
Vermittlung von Wissen über dasWurzelwerk im Boden weiterlesen...
Gruppengröße: 5 bis 15
Altersklasse: 6 bis 99
Datum: 16. April 2007
2.7 / 10
ungenüg.
Wo stellt man sich bei einer Buche unter und wo bei einer Fichte, wenn es regnet? Zuerst beobachten wir, wie der Regen die Bäume nass macht und wie er daran abläuft.
Ich wählte für unser Gestaltungsspiel Buche und Fichte aus, weil sie häufige Waldbäume sind. Die Buche hält ihre Zweige wie einen Trichter nach oben offen in die Luft und in den Regen, die Fichte lässt die Zweige seitwärts abgewinkelt hängen. Das muss erst einmal beobachtet und dargestellt sein. Wir spielen in Zweiergruppen abwechselnd Buche und Fichte, indem wir mit unseren Armen die Zweige darstellen. Die "Buche" hält die Arme wie einen Trichter in die Höhe, die "Fichte" hält sie leicht abgewinkelt seitwärts.
Wenn es nicht regnet, kann man es mit dem Körper darstellen, bei Regen mit Regenumhängen ausprobieren: wie nämlich das Wasser herab rinnt an den Armen bzw. den Zweigen. Bei der Buche fließt es am Stamm ab, bei uns Darstellern also am Körper. Wenn wir in Regenumhänge eingehüllt sind und die Arme wie Trichter in die Höhe heben, kann man das auch mit einer Gießkanne ganz gut demonstrieren.
Wir stellen uns nun vor, was unter den Bäumen am Boden nass wird: Bei der Buche steht der Stamm im Regenwasser, der Regen läuft also in die Herzwurzeln dieses Baumes. Um die Fichte herum entsteht ein nasser Kreis. Der Regen kommt also außen im Bereich der Feinwurzeln an, abseits vom Stamm.
Wenn das nun saurer Regen ist, so fließt er der Buche mitten ins Wurzelherz und bei der Fichte in den Feinwurzelkreis, wo er Zerstörungen anrichten kann: Schädigung der Mycorrhizapilze sind dann die Folge, die Wurzelhaftung im Boden nimmt ab.
Und wo stellen wir uns unter? Bei der Buche am besten nicht am Stamm, weil uns dann der Stammablauf erwischt und nass macht. Bei der Fichte stehen wir möglichst nah am Stamm, weil es dort nur selten zum Stammablauf kommt.
Autor: Gerhard Trommer