Das Lebensnetzspiel

Kategorie: Naturspiele

Gegenseitige Abhängigkeit und Wechselbeziehungen erkennen weiterlesen...

Gruppengröße: 6 bis 20
Altersklasse: 10 bis 99
Datum: 16. April 2007

10 / 10

sehr gut

Das Lebensnetzspiel Informationen

Paarweise oder in kleinen Gruppen schreiben die Teilnehmer alle ihnen wichtig erscheinenden Objekte ihrer Umwelt auf. Sie sollen sich dabei überlegen, wie diese Dinge zusammengehören.

Gemeinsam werden die Dinge in einer Liste zusammengefasst. Sie sollte folgende Begriffe enthalten: Sonnenlicht, Wasser, Luft, Boden, Wildpflanzen (Gras, Strauch, Baum), Kulturpflanzen (Weizen, Kirschbaum ...), Wildtiere (Grashüpfer, Maus, Hase, Regenwurm ...), Haustiere (Hund, Katze ...), Mensch.

Jeder Teilnehmer entscheidet sich für einen Begriff der Liste. Er schreibt den gewählten Begriff auf eine Karte und heftet sie sich an. Gruppe und Leiter bilden einen Kreis von vier Meter Durchmesser. Der Leiter, mit der Karte "Sonne", wickelt sich das Ende der Schnur ums Handgelenk und erklärt: "Ich bin die Sonne. Ich kann für mich allein bestehen. Aber viele brauchen mich. Sie können ohne mich nicht leben - wie das Gras."

Das Gras: "Ich brauche die Sonne, weil ich ohne Wärme nicht wachsen kann." Ein Beispiel für eine anspruchsvollere Antwort, die zeigt, dass das "Lebensnetz" in den verschiedenen Jahrgangsstufen gespielt werden kann: "lch brauche das Licht der Sonne, um Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln zu können."

Das Schnurknäuel ist jeweils an einen anderen Teilnehmer (Objekt) weiterzugeben, von dem man annimmt, dass er sehr wichtig für einen selber ist, beziehungsweise an den, für den man selber wichtig zu sein glaubt. Die direkte oder indirekte Abhängigkeit, die Reaktion des einen auf den anderen wird dabei beschrieben und begründet. Jeder Teilnehmer schlingt die Schnur um einen Finger, bevor er das Knäuel weitergibt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schnur zwischen den Teilnehmern gespannt bleibt. Das Knäuel wird so lange weitergereicht, bis alle in das Netz einbezogen sind.

Zum Schluss kommt das Knäuel wieder zum Leiter. Nun sollte darüber nachgedacht werden, was geschieht, wenn ein Element im Lebensnetz ausfällt, weil es beispielsweise vom Menschen vernichtet wird.

Auf ein Zeichen lässt der betreffende Teilnehmer die Schnur fallen. Nun wird erkennbar, dass das Herausnehmen bzw. Zerstören eines wichtigen Elements das Netz verändert, das Gleichgewicht stört. Wenn in der Natur im ökologischen Netz eine Verbindung zerreißt, so schließt sich der Rest teilweise unter Zerstörung oder Aufnahme zusätzlicher Fäden zu einem neuen, umgebauten, aber funktionsfähigen Netz zusammen. Das Lebensnetz als solches bricht nicht zusammen es sei denn, die "Sonne" verlässt den Kreis.