Kategorie: Kartenspiele
lustiges selbstgemachtes Kartenspiel weiterlesen...
Gruppengröße: 6 bis 99
Altersklasse: 7 bis 99
Datum: 16. April 2007
10 / 10
sehr gut
Esel spielt man mit 121 Kärtchen von denen 6 Gruppen zu 20 Stück mit den Zahlen von 1 bis 20 beschriftet sind. Auf der letzten Karte ist ein Esel abgebildet. Ziel des Spiels ist, dass zum Schluss 6 Stapel mit den Karten von 1-20 auf dem Tisch stehen und ein Spieler die Karte mit dem Esel übrig hält. Er ist der Verlierer und fängt das nächste Spiel an.
Alle Karten werden mit der Beschriftung nach unten auf den Tisch gelegt und der Haufen gründlich gemischt. In der Mitte des Tischs/Haufens ist ein Platz zu lassen, wo zum Schluss die 6 Stapel stehen sollen. Alle Spieler (3-reichlich) sitzen um den Tisch.
Der Erste zieht eine der Karten, und da sonst noch niemand eine Karte hat, bleibt ihm nichts anderes übrig, als diese vor sich auf den Tisch zu legen. Mit der Beschriftung nach oben, so dass er und alle anderen Spieler die Zahl erkennen können. Dann folgt der im Uhrzeigersinn nächste Spieler. (Zur besseren Erklärung gehen wir jetzt einmal davon aus, dass schon jeder Spieler eine oder mehrere Karten vor sich liegen hat) Bevor der Spieler eine Karte zieht, schaut er sich seine eigene zuoberst liegende Karte an, ob sie gemäß den gleich beschriebenen Regeln irgendwo angelegt werden kann. Erst, wenn das nicht geht, zieht er eine Karte. Er schaut sich die gezogene Karte an und muss versuchen, sie überall abzulegen, nur möglichst nicht bei sich selbst.
Dabei gelten folgende Regeln: Zuerst muss geschaut werden, ob die Karte in die Mitte des Tischs kann. Dort sollen zum Schluss alle Karten liegen; die 1 zuunterst und dann fortlaufend bis jeweils 20. Hat er eine 1 gezogen, kommt die ganz klar in die Mitte als Beginn eines neuen Stapels. Eine andere Zahl passt nur dann in die Mitte, wenn dort gerade eine nächstniedere Zahl oben liegt. Kann man die Karte nicht auf einem der Stapel in der Mitte ablegen, muss bei den Spielern geschaut werden, ob dort eine passende Zahl zu finden ist. Hierbei darf sowohl aufwärts wie abwärts angelegt werden. Zuerst muss versucht werden, bei dem im Uhrzeigersinn nächstgelegenen Spieler anzulegen, erst, wenn das nicht geht, beim Nächsten. Kann nirgendwo angelegt werden, kommt die Karte auf den eigenen Stapel (mit der Zahl mach oben, dass alle sie sehen können). Dann ist der nächste dran. Konnte der Spieler die Karte irgendwo ablegen, ist er noch mal dran. Wieder versuchen, die eigene oberste Karte anzulegen, sonst eine ziehen. Ist der Haufen aufgebraucht, und ein Spieler kann seine oberste Karte nicht anlegen (so dass er ziehen müsste), dreht er seinen eigenen Stapel auf den Kopf, so dass jetzt alle Karten mit der Schrift nach unten liegen, zieht davon die oberste Karte, und spielt damit weiter. Kann er nicht anlegen, wird die Karte wieder für alle sichtbar mit der Schrift nach oben neben den umgedrehten Stapel gelegt. Gezogen wird dann immer wieder vom eigenen umgedrehten Stapel, bis der alle ist, und dann der neue wieder umgedreht, usf. Nun zum Esel: Die Esel-Karte kann nur an eine 20 angelegt werden, und natürlich nur bei den Mitspielern. Somit muss der Esel bei einem der Spieler übrigbleiben, der zum Schuss mit heftigen Ih-Ah.. Ih-Ah.. von den anderen `bedauert` wird. Eine weitere Regel, die das Spiel sehr spannend machen kann:
Während der jeweilige Spieler überlegt, wie er verfährt - ob er ziehen muss - wo er ablegen muss - etc., wird er von allen anderen beobachtet. Macht er einen Fehler, z.B. ziehen, obwohl er die eigene Karte anlegen könnte, oder bei einem Spieler anlegen, obwohl die Karte in der Mitte passt, oder beim Anlegen nicht den im Uhrzeigersinn nächstmöglichen Spieler nehmen, oder was auch immer, lässt man ihn den Fehler zu Ende machen. Aber dann klopfen der oder die Mitspieler, die das gesehen haben, auf den Tisch und der Spieler, der den Fehler gemacht hat, muß seine Karte zurücknehmen und oben auf seinen Stapel legen (so, als ob er nicht hätte anlegen können), und zur Strafe bekommt er von jedem Mitspieler dessen unterste Karte aus dessen Stapel, die er alle zuunterst unter seinen eigenen Stapel tun muss.
Je mehr Teilnehmer, desto spannender ist das Spiel; selbst als Erwachsener verfällt man leicht dem Eselfieber. Ich hab uns inzwischen ein Spiel aus Resopalkärtchen beim Schildermacher anfertigen lassen, weil ich ein solches nirgendwo fertig entdecken konnte. Viel Spaß beim `Eseln`! Autor: Siegfrid Breuer in de.soc.jugendarbeit