Der Geheime Freund

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Der Geheime Freund

Kurzbeschreibung:

Bekanntes Kommunikationsspiel zum Thema Beziehungen

Eingetragen von:

Spielekiste am 16.04.07

Gruppengröße:

18 bis 99 Personen

Alter:

16 bis 99 Jahre

Beschreibung:

Ziel: Integration innerhalb der Gruppe und Schaffen einer freundschaftlichen, heiteren Atmosphäre. Ablauf: Am ersten Tag bittet man alle Teilnehmer, auf einen kleinen Zettel den eigenen Namen, Hobbys, Interessen, Beruf, Vorlieben usw. zu schreiben. Diese Zettel werden dann eingesammelt und im "Glückstopf" gut gemischt. Anschließend zieht jede/r daraus einen Zettel. (Sollte jemand zufällig seinen eigenen Zettel erwischen, wird dieser zurückgelegt und der/die betreffende darf nach neuerlichem durchmischen, nochmals in den "Glückstopf" greifen. Niemand darf sehen welchen Namen man gezogen hat! Ab nun ist man heimliche/r Freund/in jener Person deren Namen man gezogen hat. Nachdem also jeder "geheimer Freund" bzw. "geheime Freundin" eines/einer anderen ist, wird erklärt was es damit auf sich hat: nämlich sich insgeheim während der gemeinsamen Zeit um diese Person zu kümmern und mit ihr schriftlich in Kontakt zu bleiben, ohne entdeckt zu werden. Die Leitung führt aus, worin der Zweck dieses Versteckspielens liegt: Aufmerksamkeit zu erhalten und zu geben, Spaß zu haben, angenehm überrascht zu werden, Lob oder konstruktive kritische Rückmeldungen zum persönlichen Verhalten oder zu inhaltlichen Aussagen zu bekommen/zu machen; eine gute Atmosphäre zu schaffen. ... (Am letzten Tag wird das Geheimnis gelüftet.) Das heißt, dass wir heimlich unseren Freund oder unsere Freundin beobachten und uns mindestens einmal am Tag mit ihm/ihr mittels "Botschaften" (Briefe, Kleine Nachrichten auf Zetteln, kleinen Aufmerksamkeiten usw. in Verbindung setzten. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt! Um unsere Botschaften dem Freund oder der Freundin unauffällig zukommen zu lassen, können wir einen "eingeweihten" Boten/Botin einsetzen. (niemand darf die Identität der Absender verraten) Wir könnten sie aber auch selber an einer geeigneten Stelle hinterlassen, wo sie mit Sicherheit vom Adressaten gefunden wird. Es ist auch möglich einen Karton als "Briefkasten" für alle auszustellen. (Aber auf "Boten zu verzichten würde dem "Spiel" wohl viel von seinem Reiz nehmen) Zum Abschluss der gemeinsamen Zeit sollen alle erfahren, wer mit wem heimlich befreundet war. Wer schon eine "Spur" hat, kann damit beginnen, dem Plenum zu erklären, warum er/sie seinen/ihren geheime/n Freund oder Freundin erraten zu haben glaubt. Dann wird festgestellt ob richtig geraten wurde oder nicht. Der richtige geheime Freund gibt sich zu erkennen und ist dann selbst an der Reihe zu raten. So geht es weiter bis alle Freundschaften aufgedeckt Hinweise für die Leiter Mit Erwachsenen oder solchen, die sich dafür halten, läuft das Spiel sehr gut und trägt in der Regel zu einer sehr netten Atmosphäre während des Wochenendes. Probleme kann es geben, wenn das Spiel mit Schulklassen eingesetzt wird. Mitunter wird man schon beim Ziehen der Namen zu Beginn des Spiels Bemerkungen hören, wie "ääh, d i e beschenke ich aber nicht!" oder "Ey, wollen wir nicht tauschen, mein Name ist so doof!". Wenn die Stimmung in der Gruppe wirklich so ist, wie solche Bemerkungen vermuten lassen, sollte sich die Spielleitung überlegen, ob sie den "Heimlichen Freund" nicht lieber abbricht. Es gibt wenig so frustrierendes im Seminar, wenn einige Teilnehmern deprimiert herumlaufen, weil sie tagelang keine Aufmerksamkeit von ihrem Heimlichen Freund erhalten haben, während andere mit glänzenden Augen und den Armen voller Blumen und Schokoladentafeln durch die Gegend stolpern. In Seminaren mit älteren Jugendlichen oder Erwachsenen werden sich dergestalt Vernachlässigte oft mit öffentlichen Briefen und Bemerkungen an ihren säumigen Heimlichen Freund wenden und darauf bestehen, dass er nun endlich mal in die Pötte kommt. In Seminaren mit Schulklassen ist das unserer Erfahrung nach selten der Fall und da das Spiel, wie der Name schon sagt, heimlich ist, hat auch die Spielleitung kaum Möglichkeiten, einzugreifen. Wenn das passiert, wird der "Heimliche Freund" eine völlig andere Wirkung haben: anstatt in der Gruppe eine freundliche und gemeinsame Stimmung zu schaffen, wird das Spiel verdecktes Misstrauen hervorbringen und Gräben, die schon vorher in der Gruppe bestanden haben, noch weiter vertiefen. Daher sollte sich die Spielleitung noch vor Beginn des Spiels überlegen, ob der "Geheime Freund" für die betreffende Gruppe geeignet ist, und damit rechnen, das Spiel eventuell nach einem missglückten Start abzubrechen. Autor: franz aigner in Spieleliste ((Herkunft: ALFORJA, Programa Coordiado de Education popular, San Jose´, Costa Rica)

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